Projekt 1 – Noch bessere Integration von Neubürgern:

 

Für dieses Vorhaben soll neben der bestehenden Neubürgerbroschüre mit Anschreiben durch den Bürgermeister sowie die Vorstellung der Kirche eine gesonderte Einladung durch den Ortsbeirat für einen Neujahrsempfang ergehen.

 

Alle Vereine und Ansprechpartner könnten somit den interessierten Zugereisten auf einem Fleck vorgestellt werden.

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Zeitkorridor: beginnend Januar 2012

 

 

 

 

 


Projekt 2 - Selbstvermarktung:

 

Unser Land ist sehr ertragreich. Neben den vielen Nutzgärten mit Obst und Gemüse stellen die 22,5 ha Streuobstwiesen, die von den vorhandenen Bienenvölkern bestäubt werden, einen echten Wirtschaftsfaktor dar. Die Nachfrage nach unbehandeltem Obst und auch nach alten Obstsorten ist groß. Etliche Erzeuger der Wetterau bieten ihre Waren auf Wochenmärkten in den größeren Städten an.

Unsere Bäume dürften ca. 1.500 Zentner an Obst pro Jahr liefern – viel mehr, als wir selbst verbrauchen können.

Durch den Ort fahren arbeitstäglich ca. 17.000 Fahrzeuge und an den Wochenenden viele PKW aus Frankfurt und anderen Städten des Rhein-Main-Gebietes.

Mit einer guten Beschilderung und festen Verkaufszeiten sind hier garantiert Kunden zu generieren.

Die Erzeuger würden auf Kommissionsbasis ihre Ware anliefern, die z.B. im Bereich Festplatz oder In der Ecke feilgeboten werden könnten.

Eine gute Gelegenheit auch für junge Menschen, den Wert unserer Natur noch besser kennenzulernen und gutes Geld zu verdienen.

 

Die alte Viehwaage könnte wieder zum Backhaus umgestaltet werden und zu festen Zeiten wäre hier Brotverkauf direkt an der B 275 möglich. Ein nicht zu erreichendes, aber gutes Vorbild wäre z.B. die Klosterbäckerei Seligenstadt.

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Zeitkorridor: Testphase für Obst und Gemüse beginnend mit der Kirschenernte 2012. Das Backhaus wäre in die Vorhaben einzugliedern, die aus der Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm sich ergeben würden.

 


Projekt 3 – Bessere Nutzung der Dorfmittelpunkte:

 

 

Für den Bereich „In der Ecke“ wäre eine Verkehrsberuhigung zu überlegen. Gerade der Kinderreichtum in der nächsten Umgebung könnte hier eine bessere Nutzung des Platzes erfordern.

Bei der Begrünung des historischen Dorfmittelpunktes wäre viel möglich.

Für Großfamilie Naumann wäre ein Ausbau der Gastronomie machbar: In Koppelung an einen Marktstand könnte das Angebot an Ferienwohnungen und Fremdenzimmern besser herausgehoben werden. Der Betrieb eines Café’s ist denkbar.

 

Der geschotterte Festplatz sollte eine andere Oberfläche erhalten. Neben dem Spielfest der Elterngruppe und dem Bosseln sind auch Mundartveranstaltungen, Markt etc. denkbar.

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Zeitkorridor: N.N., abhängig von der Dorferneuerung

 

 


Projekt 4 – Erneuerbare Energien:

 

Auf die Fördermöglichkeiten durch die Stadt, aber auch die Kfw-Programme sollte noch mehr hingewiesen werden.

Die Stadt ist im Moment dabei, den Beitritt zu einer Anbieterschaft erneuerbarer Energien zu prüfen.

Photovoltaik, Windenergie (z.B. Stammheim), Pelletheizungen können durch gezielte Information und Einbeziehung von Fachbetrieben in Nieder-Mockstadt und dem gesamten Stadtgebiet mehr verbreitet werden.

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Zeitkorridor: Ständige Aufgabe

 

 


Projekt 5 – Renaturierung einzelner Bachabschnitte:

 

Beginnend im östlichen Außenbereich sollte die Artenvielfalt weiter gefördert werden. Mit Start an der Atzelhöll könnte in Eigenregie und mit Unterstützung des Bauhofes die Begradigung einzelner Bachabschnitte mit wenig Aufwand zurück geführt werden.

Der weitere Vorteil wäre die Vermeidung von Überflutungen wie in 2008, wenn das Wasser bessere Ausweichmöglichkeiten hätte.

 

Die Flora an renaturierten Bachläufen sollte unberührt bleiben (kein Mähen).

 

Für die Wiederansiedelung des Steinkauzes läuft bereits die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehr-Bambini’s und Herrn Hanika.

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Zeitkorridor: Herbst 2011 testen

 

 

 

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Projekt 6 – Tourismus und Öffentlichmachung der Biotope und Denkmäler:

 

Der Glauberg ist inzwischen ein Zuschauermagnet. Die Einrichtung verfügt über keine bzw. keine ausreichende Restauration.

Reiseveranstalter könnten eingeladen werden, Rast in Nieder-Mockstadt zu machen und zum Essen beispielsweise im Bürgerhaus einkehren.

Der nahegelegene Ochsenstumpf, der auch bald durch ein Hinweisschild auf der BAB 45 genannt wird, wäre u.U. eine sinnvolle Ergänzung.

 

Für den Ochsenstumpf ist ein Naturlehrpfad bereits in Planung. Die Hinweisschilder an den Radwegen können noch vermehrt werden.

 

Für den südlichen Bereich und den Markwald ist ein historisch-biologischer Lehrpfad möglich. Mit der weiteren Erforschung des Stiftes käme eine historische Attraktion hinzu, die an Streuobstwiesen und alten Bachläufen entlang zu erwandern wäre. Neben der Kräuterwanderung der Landfrauen, der Umweltgruppe der Bambini der FFW und den Veranstaltungen der Elterngruppe wären auch externe Besucher anzusprechen. Die Markwanderungen hatten auch fast immer eine dreistellige Besucherzahl.

Für unsere 22 Einzelkulturdenkmäler wäre eine Präsentation möglich, wenn der Dorfkern mehr gastronomische Versorgung böte. Auch Gastronomie und Beherbergung in der alten Schule sollten bald wieder aufleben.

 

Nieder-Mockstadt liegt am Bonifatiusweg (Quelle: Buch von Vogel: Via antiqua). Der Arbeitskreis Geschichte hat bereits Kontakt zu Christian Vogel. Dieser hat in Aussicht gestellt, uns bei dem Vorhaben „Aufnahme in die Bonifatiusroute“ zu unterstützen.

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Zeitfenster: 2013 oder später

 


Projekt 7 – Dringende gebäudebauliche Maßnahmen:

 

Ein Neubaugebiet ist bereits ausgewiesen. Es greift weder in die Natur noch in die historische Bausubstanz ein.

 

Bei Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm stehen zuvorderst die Sanierungen und ggf. Umnutzungen der Erdkeller und der Synagoge an.

 

Für beide Vorhaben hat die Stadt schon vor längerer Zeit Anspardarlehen von jeweils € 200.000 in den Haushalt eingestellt.

 

Weiterhin ist die Situation der ehemaligen Grundschule zu ändern (evtl. Hort, Mediathek etc.)

 

Auch liegen dem Magistrat bereits konkrete Vorschläge von Bürgerinnen und Bürgern vor.

 

Gemeinsam können die Projekte bei finanzieller Unterstützung durch das Land und in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro angegangen werden.

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Zeitkorridor: Aufgabe vornehmlich des Ortsbeirates bei Aufnahme in die Dorferneuerung.

 


Projekt 8 – Mockstadt’s Kinder:

 

Nieder-Mockstadt ist ausgesprochen kinderreich. Die Auswirkungen des demografischen Wandels sind hier noch nicht akut festzustellen. Es leben mehr Kinder und Jugendliche in Nieder-Mockstadt, als Menschen jenseits 60 Jahren.

 

Beweis genug, dass mit den Spielplätzen, Fußballplatz, Radwegen, Vereinen und Aktivitäten des Elternvereines, der Kirche und der Feuerwehr ein gutes Angebot seit Jahren herrscht.

 

Insoweit ist es nicht mehr ganz zeitgemäß, dass ausgerechnet der kinderreichste Stadtteil keine Krabbelgruppe (außer in der Kirchengemeinde) und keinen Kindergarten mehr hat.

 

Für die ehemalige Grundschule wäre zu prüfen, ob dort nicht ein Kinderhort o.ä. installiert werden könnte.

 

Das kulturelle Angebot mit Malschule, Musikverein, Landfrauen und den unzähligen Naturprojekten und den Ferienspielen ist eher überdurchschnittlich.

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Zeitkorridor: Bei Aufnahme in die Dorferneuerung

 


Projekt 9 - Geschichte:

 

Dem ehemaligen Leiter des historischen Archives der Stadt Florstadt, Herrn Kurt Leidecker, war es leider nicht mehr vergönnt, ein Buch über Nieder-Mockstadt zu schreiben.

Da die Familie Schönwetter schon zu Leideckers Zeiten aktiv an der Aufarbeitung Mockstädter Geschichte mitgewirkt hat, kam es zur Gründung des „Arbeitskreis Geschichte“.

Insgesamt 11 Personen sind aktiv tätig.

Die Stadt Florstadt unterhält als eine der wenigen Kommunen ein eigenes Archiv und stellt hierfür sein gesamtes Büroequipment sowie Räumlichkeiten im Rathaus zur Verfügung. Auslagen der ehrenamtlichen Mitarbeiter werden nach vorheriger Absprache erstattet.

Insofern kann der Arbeitskreis mit wenigen externen Mitteln forschen.

Angesichts der möglichen Bedeutung des ehemaligen Stifts sollte dessen Erforschung vorangetrieben werden, um es in kultureller und touristischer Hinsicht öffentlich zu machen.

Kontakte zu Dr. Waltraud Friedrich als Expertin und zu Frank Lorscheider, dem ltd. Archäologen der Ausgrabungen in Nieder-Mockstadt in 2003, bestehen. Das besondere historische Interesse an einer Ausgrabung muss nachgewiesen werden, um die Wissenschaft und das Land Hessen von einer professionellen archäologischen Untersuchung des Stiftes zu überzeugen.

Der Historiker Christian Vogel wird die im Donatuswald gelegenen, möglichen Hohlwege bald untersuchen – das könnte helfen.

Ein Buch über Nieder-Mockstadt sollte geschrieben werden.

 

Die erste urkundliche Erwähnung war nicht 930, wie bislang angenommen, sondern um 790. Die Urkunde ist zu besorgen.

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Zeitkorridor: Für die Erforschung des Stiftes bis 2014, für ein Buch bis 2016

 

 

Grabplatte des Probstes vom Stift Mockstadt, Nicolaus Martinengo im Frankfurter Dom

© 2016 Stephan Mickel