"Reich mir doch bitte mal die Schlauge..."

Helmut W. zu einem Kumpel in Anwesenheit von zwei attraktiven jungen Frauen (die nicht aus Mockstadt waren) um ihnen mit seinem weltmännischen Charme und perfekten Hochdeutsch-Kenntnissen zu imprägnieren.
Die genauen Zusammenhänge kenne ich leider nicht, tun aber auch nichts zu Sache.
Was eine "Schlauge" ist? Im Mukschter Dialekt gibt es extrem wenige Wort mit mehr als drei Silben. Also wurde aus dem 'Vorschlaghammer' die "Schloue". Hier wurde wohl der Wortteil 'schlag' als ausreichend für die Bedeutung angesehen und mit Mukschter Dialekt eingefärbt damit's geschmeidig über die Zunge rutscht und auch über große Entfernung gebrüllt verstanden wird.
Wenn man nun von Kindesbeinen an nur dieses Wort für das Gerät kennt, kommt bei dem Versuch das ins Hochdeutsche zu übersetzen halt die "Schlauge" raus...  ;-)

"Hier gibt es ja gar nix von STIHL..."

Michael S. bei einem Besuch in einem Erotik-Shop auf der Reeperbahn.
Er ist zwar kein Mukschter, aber ich fand den Spruch soooo geil... Wir sind übrigens dann aus dem Geschäft rausgeschmissen worden weil die ganze Reisegesellschaft aus dem Lachen nicht mehr heraus kam.
Für die, denen "STIHL" nichts sagt: Die Firma baut Motorsägen und anderes Gartengerät...

"Der weite Weg entschuldigt das späte Kommen"
Walter G. bei einer seiner vielen, wie immer rhetorisch äußerst geschliffenen, Reden als Vorsitzender eines örlichen Vereins.

"Ei Irich, wu willst'n met de Latten hi?"
"Ei Iierben plecke..."

Übersetzung: "Na Erich, wo willst du denn mit der Leiter hin?"
"Erdbeeren pflücken..."

Erich A. zu Anna R. die ihn beim alltäglichen Straße observieren gesehen hatte und mit der Frage die überall anzutreffende, dörfliche Neugier befriedigen wollte. Der Legende nach wurde Erich A. von Anna R. nie mehr zu irgendetwas angesprochen...

"Ich habe mich nicht 'Nein' sagen gehört"
Übersetzung: "Eich hun mich neit 'Noa' soan gehiert"
Heinz A. auf die Frage einer Kneipenbesitzerin ob er auch noch einen Schnaps auf die Runde trinken möchte. Die Übersetzung ist hier in der anderen Richtung, weil der Sprecher dieses Satzes eigentlich NUR im ortsüblichen Dialekt kommuniziert aber bei diesem Satz, ins hochdeutsch abglitt... :-D
© 2016 Stephan Mickel